TV-Tipp: Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker mit Riccardo Muti 2021

Frohes Neues!

Riccardo Muti dirigiert das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker bereits zum sechsten Mal – doch erstmals ohne Publikum.

© Morrison/ZDF

Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker

Es ist traditionell das erste musikalische Großereignis des Jahres und wird trotz Pandemie auch für 2021 den Auftakt geben: Das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker lockt Jahr für Jahr Millionen Zuschauer aus über neunzig Ländern am Neujahrstag vor die heimischen Fernsehbildschirme. Jeder will dabei sein, wenn eines der berühmtesten Orchester der Welt das neue Jahr mit musikalischen Höhepunkten der Wiener Kultur und Lebensart begrüßt.

Mit Dirigent Riccardo Muti steht morgen ein vertrautes Gesicht am Pult. Ihn und die Wiener Philharmoniker verbindet seit Jahrzehnten eine enge Zusammenarbeit. Seit seinem Neujahrsdebüt 1993 dirigiert der Italiener das Neujahrskonzert nun bereits zum sechsten Mal.

© Todd Rosenberg

Dirigiert das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker bereits zum sechsten Mal: Riccardo Muti

Dirigiert das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker bereits zum sechsten Mal: Riccardo Muti

Das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker wird interaktiv

Als neu und ungewohnt entpuppt sich dagegen der Anblick des Zuschauerraums: Wohl zum ersten Mal wird der Goldene Saal des Musikvereins – seit 1870 wichtigste Wirkungsstätte des Orchesters – bei einem Neujahrskonzert leer sein. Schuld daran ist die Corona-Pandemie. Doch gänzlich sollen Muti und die Philharmoniker nicht auf den gewohnten Applaus der sonst rund 2000 Konzertgäste verzichten, denn der ORF ruft zur interaktiven Teilnahme auf: Nach voriger Online-Registrierung können Zuschauer weltweit via Computer, Tablet oder Smartphone den Wiener Philharmonikern live aus ihren Wohnzimmern applaudieren. Der digitale Beifall wird über ein Soundsystem direkt in den Konzertsaal übertragen und soll ein Zeichen des Miteinanders in einer ungewöhnlichen Zeit symbolisieren. Wer möchte, kann vorab auch ein Foto einsenden, das mit etwas Glück in der Live-Fernsehübertragung eingeblendet wird.

Im Mittelpunkt des musikalischen Programms stehen wie üblich muntere Werke der Strauss-Dynastie, ergänzt durch weitere Stücke wie Franz von Suppès „Fatinitza-Marsch“, Karl Millöckers „In Saus und Braus“ oder Carl Zellers „Grubenlichter“. Visuell-ästhetische Unterstützung bekommen die Philharmoniker dabei traditionellerweise von Mitgliedern des Wiener Staatsballetts. Ob Riccardo Muti trotz der coronabedingt außergewöhnlichen Umstände an den altehrwürdigen Zugabe-Ritualen „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauss (Sohn) und der unsterblichen Mitklatschkrönung „Radetzky-Marsch“ von dessen Vater festhält, das bleibt mit Spannung abzuwarten.

Hier geht’s zur Anmeldung für den digitalen Live-Applaus zum Neujahrskonzert 2021!

Das Programm des Wiener Neujahrskonzerts:

Suppè: Fatinitza-Marsch
Strauss (Sohn): Schallwellen. Walzer op. 148 & Niko-Polka op. 228
Josef Strauss: Ohne Sorgen. Polka schnell op. 271
Zeller: Grubenlichter. Walzer
Millöcker: In Saus und Braus. Galopp

– Pause –

Suppè: Ouvertüre zu „Dichter und Bauer“
Komzák: Bad’ner Mad’ln. Walzer op. 257
Josef Strauss: Margherita-Polka op. 244
Strauss (Vater): Venetianer-Galopp op. 74
Strauss (Sohn): Frühlingsstimmen. Walzer op. 410, Im Krapfenwaldl. Polka française op. 336, Neue Melodien-Quadrille op. 254, Kaiser-Walzer op. 437 & Stürmisch in Lieb’ und Tanz. Polka schnell op. 393

concerti-Tipp:

Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker
Fr. 1.1.2020, 11:15 Uhr
Live im ZDF und im Livestream

Termine

Samstag, 07.08.2021 11:00 Uhr Großes Festspielhaus Salzburg

Mahler: Sinfonie Nr. 3

Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor, Chor des Bayerischen Rundfunks, Wiener Philharmoniker, Andris Nelsons (Leitung)

Sonntag, 08.08.2021 11:00 Uhr Großes Festspielhaus Salzburg

Mahler: Sinfonie Nr. 3

Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor, Chor des Bayerischen Rundfunks, Wiener Philharmoniker, Andris Nelsons (Leitung)

Dienstag, 22.02.2022 20:00 Uhr Alte Oper Frankfurt

Wiener Philharmoniker, Valery Gergiev

Prokofjew: Romeo und Julia op. 64, Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 „Pathétique“

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