3 Fragen an ...

Win­rich Hopp

Der künstlerische Leiter des Musikfests Berlin Winrich Hopp im Kurzinterview

Ber­lins Kon­zert­le­ben ist prall gefüllt über das gan­ze Jahr – braucht es da wirk­lich noch ein Musik­fest?

Das Musik­fest Ber­lin eröff­net die Ber­li­ner Kon­zert­sai­son. Die Musik­stadt Ber­lin zeigt sich von ihrer gast­ge­ben­den Sei­te: Inter­na­tio­na­le Orches­ter gas­tie­ren in Ber­lin und prä­gen mit den vor Ort ansäs­si­gen Klang­kör­pern das Fes­ti­val. So ist das Musik­fest auch die Fort­schrei­bung einer Tra­di­ti­on, die schon mit den Orches­ter­ver­an­stal­tun­gen der vor­ma­li­gen Ber­li­ner Fest­wo­chen zur Struk­tur einer jeden Ber­li­ner Kon­zert­sai­son gehör­te.

 

Erfüllt das Musik­fest denn die beson­de­ren Cha­rak­te­ris­ti­ka eines Fes­ti­vals?

Mehr noch als um die Fra­ge der „Erfül­lung“ von Funk­tio­nen, Erwar­tun­gen und ande­rem geht es am Ende doch um das Gelin­gen. Denn das gelun­ge­ne Fest oder Fes­ti­val zei­tigt die Über­ra­schun­gen, aus denen her­aus das Fes­ti­val sich selbst not­wen­dig macht.

 

Aber sieht der Besu­cher das Gan­ze am Ende nicht eher als eine Ansamm­lung von Kon­zer­ten, doch eben nicht als Fes­ti­val?

Da mag der eine eher den Wald sehen, der ande­re mehr die Ein­zel­bäu­me. Aber wer an die­ser Alter­na­ti­ve ver­zwei­felt, dem möch­ten wir ger­ne mit Höl­der­lin zuru­fen: „Komm! ins Offe­ne, Freund!“

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