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Frauenliebe und -sterben

Die Zeiten ändern sich, aber wird auch anders geliebt? Tobias Kratzer verbindet Meisterwerke dreier Komponisten und inszeniert ein Familienepos, das er „Frauenliebe und -sterben“ nennt. Dabei werden aus den Einzelschicksalen Sittengemälde durch die Jahrhunderte. Den ersten Teil bestreitet Robert Schumanns Liederzyklus „Frauenliebe und -leben” um ein weibliches Schicksal von 1840, wie es unzählige gab: Liebe, Heirat, Ehe, Geburt und Tod der Frau – das Leben um das des Mannes kreisend. Dieser anonymen Figur hauchen vier Star-Solistinnen alternierend Leben ein: Kate Lindsey, Annette Dasch, Marlis Petersen und Vera-Lotte Boecker. Die nächste Generation verortet Kratzer in Bartóks dunkler Burg des Herzog Blaubart. Erst fühlt sich Judith stark zu dem Fremden hingezogen – dann entdeckt sie seine mörderische Vergangenheit. In der „Florentinischen Tragödie“ von Alexander Zemlinsky bekommen wir Einblicke in die bürgerlich-liberale Ehe von Simone und Bianca, die – als Bianca eine Affäre mit dem jungen Guido eingeht und ertappt wird – dann doch als Ménage-à-trois eskaliert. Wie kann frau am besten leben, lieben – und sterben?

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