Das Werk „La Sylphide“ gilt bis heute als Inbegriff des romantischen Balletts, seine Pariser Uraufführung im Jahr 1832 als Geburtsstunde dieser Kunstform. Seither hat sich die Gattung Ballett ununterbrochen weiterentwickelt. Die tänzerische Sprache, die ohne Worte auskommt, aber doch viel zu sagen hat, ist heute eine andere als noch vor zwei Jahrhunderten. Der Ballettabend „Romantic Evolution/s“ in Hamburg macht dies deutlich, denn hier wird dem Klassiker „La Sylphide“ die Uraufführung „Äther“ gegenübergestellt, sodass Vergangenheit und Gegenwart unmittelbar aufeinandertreffen. In „La Sylphide“ – zu sehen in August Bournonvilles maßgeblicher Choreografie aus dem Jahr 1836 – verliebt sich der schottische Bauer James am Tag seiner Hochzeit in ein geisterhaftes Wesen aus Luft und Sehnsucht – eine poetische Allegorie auf den ewigen Konflikt zwischen Wirklichkeit und Ideal. Aleix Martínez, Erster Solist und Choreograf am Hamburger Haus, greift diese Themen in „Äther“ auf und übersetzt sie in die Sprache des 21. Jahrhunderts: Flüchtigkeit, Verwandlung und die Sehnsucht nach dem Unfassbaren.
Romantic Evolutions
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„Ohne Geige würde mir die Seele fehlen“
Seit 2011 leitet Joshua Bell die Academy of St Martin in the Fields. Sein Violinspiel liegt in zahlreichen Aufnahmen vor – und in 20 000 digitalen Samples.
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