Mit Volksmusik tut man sich in Deutschland schwer, seit die Nationalsozialisten das deutsche Liedgut für ihre ideologischen Zwecke missbrauchten. So spricht auch die Hamburger Singakademie – die selbst auf eine über 200-jährige Geschichte zurückblickt – in der Ankündigung von Fanny Källströms Messe „Tiden har sin gång“ lieber von „Folkmusik“. Während der Pandemie ließ sich die junge schwedische Komponistin für ihre Texte und ihre Musik von der Natur ihrer Heimat inspirieren. Das Werk entfaltet sakral anmutende Klanglandschaften und sinniert über die Vergänglichkeit des Lebens sowie die Haltung des Menschen gegenüber der ihm auf der Erde gegebenen Zeit. Sein melancholischer Unterton ist eingebettet in den Hoffnung, Trost und Freude spendenden Stil der Volksmusik – die in dieser modernen Anverwandlung der Tradition dann vielleicht doch eher Folkmusik ist.
Källström: Volksmusikmesse „Die Zeit nimmt ihren Lauf“
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„Seine Musik ist elektrisierend“
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