Als Händel-Standort macht Frankfurt am Main den Festspielstädten Karlsruhe, Göttingen und Halle deutlich Konkurrenz. Bereits für die Spielzeit 2027/28 kündigt die Oper Frankfurt mit „Ottone“ und „Flavio“ Neuproduktionen seltener Werke an, während die populäre „Alcina“ zurückkehrt. Den Abschluss der aktuellen Saison bildet jedoch „Der Triumph von Zeit und Erkenntnis“, das Regisseurin Katharina Kastening in der Zweitspielstätte Bockenheimer Depot szenisch umsetzt. Das kommt wiederum Simone Di Felice entgegen, der als Kapellmeister in Frankfurt bereits zahlreiche Händel-Partituren von „Orlando“ bis „Radamisto“ auf seinem Pult stehen hatte – darunter auch den überaus erfolgreichen „Giulio Cesare in Egitto“ der vergangenen Spielzeit. Anders als in vielen seiner Opern steht hier nicht ein machtbewusster Herrscher im Zentrum, sondern der allegorische Konflikt zwischen Vergnügen, Schönheit, Zeit und Wahrheit. Manche virtuose Arie dürfte Simone Di Felice dabei bekannt vorkommen: Händel schuf das Werk weitgehend im sogenannten Parodieverfahren und griff dafür vielfach auf bereits vorhandene Musik zurück.
Händel: Der Triumph von Zeit und Erkenntnis
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„Es ist eine ewige Entdeckungsreise“
Pianist Rudolf Buchbinder über Schuberts Tänze, das Grafenegg Festival, seine Faszination für verschiedene Ausgaben von Beethoven-Sonaten – und die Fußball-Weltmeisterschaft.
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