Sein „War Requiem“ schrieb Benjamin Britten für die Wiedereinweihung der Coventry Cathedral am 30. Mai 1962, nachdem die Kirche im Zweiten Weltkrieg durch einen Bombenangriff der deutschen Luftwaffe schwer zerstört worden war. Im Zeichen des Mahnens, zugleich aber auch der Versöhnung verstand der überzeugte Pazifist sein Werk, in dem er den lateinischen Text der Totenmesse mit Gedichten des im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten und Dichters Wilfred Owen verwebt. Bereits die Konzeption der Uraufführung folgte diesem humanistischen Anspruch: Mit Dietrich Fischer-Dieskau, Peter Pears und Galina Vishnevskaya sollten Vertreter jener europäischen Nationen beteiligt sein, die wenige Jahre zuvor noch als Gegner einander gegenübergestanden hatten. Obschon das „War Requiem“ außerordentlich umfangreich besetzt ist, bewahrt es über weite Strecken einen der stillen Trauer und inneren Sammlung angemessenen Ton. Am Theater Bremen überführen Chefdirigent Stefan Klingele und Hausregisseur Frank Hilbrich diesen pazifistischen Universalismus nun in eine besondere szenische Adaption des Werks.
Britten: War Requiem (szenisch)
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