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Rezension Selina Ott

Frischer Wind

Die Trompeterin Selina Ott legt ein fulminantes Debüt auf CD hin. Dafür braucht es nicht einmal die herkömmlichen Schlachtrösser des Repertoires.

vonEcki Ramón Weber,

Alexander Arutjunjan, Vladimir Peskin, Alfred Desenclos – nie davon gehört? Sie sind nicht so bekannt, doch die Trompeterin Selina Ott bringt uns diese Komponisten nahe. Und das lohnt sich. Es spricht für die Charakterstärke der jungen Musikerin, dass sie ihr erstes Album nicht mit den üblichen Haydn-Hummel-Jolivet-Konzerten bestreitet, sondern mit spannenden Entdeckungen aus dem 20. Jahrhundert. Seitdem sie 2018 mit nur zwanzig Jahren als Studentin den ersten Preis in ihrem Fach beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD gewann, hat ihre Karriere an Fahrt aufgenommen. Das Album belegt es: Ott hat ein untrügliches Gespür für Phrasierung, Farben, Dramaturgie, für sämtliche Stilkapriolen in diesen drei Konzerten und verfügt über die Technik, dies eindrucksvoll umzusetzen. Mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien und Roberto Paternostro hat sie Partner gefunden, die wendig und hellwach auf allen Wegen mitgehen. Ein sensationelles CD-Debüt.

Selina Ott
Selina Ott

Arutjunjan: Trompetenkonzert As-Dur
Peskin: Trompetenkonzert Nr. 1 c-Moll
Desenclos: Incantation, Thrène et Danse

Selina Ott (Trompete), ORF Radio-Symphonieorchester Wien, Roberto Paternostro (Leitung)
Orfeo

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