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Rezension Sandrine Piau – Si j’ai aimé

Schillernd und erotisierend

Diese Mélodies sind fast noch schöner als groß dimensionierte französische Opern – und von der Stimme Sandrine Piaus kann man nicht genug bekommen.

vonRoland H. Dippel,

Sandrine Piau und das Ensemble „Le concert de la loge“ unter Julien Chauvin erschließen ein schillerndes, erotisierendes, melancholisches Paradies: Diese lange vergessenen Mélodies mit Kammerorchester sind fast noch schöner als groß dimensionierte französische Opern. Sie erzählen in nur wenigen Minuten mehr als ein ausladendes Drama. Von der Stimme Sandrine Piaus kann man nicht genug bekommen: Vokale Erfüllung pur gewährt ihr wertvoll schimmernder Sopran mit bewundernswerten Schattierungen und Vieldeutigkeiten. Piaus Melodiebildung hat hinter der perlenden Quecksilbrigkeit eine schier unerschöpfliche Farbfülle. Die sensibel auf Licht und sanfteste Nuancen reagierenden Musiker von „Le Concert de la Loge“ legen es überdies darauf an, fast jede Phrase als eigenes kleines Universum zu gestalten.

Sandrine Piau

Si j’ai aimé
Berlioz: Les Nuits d’ete op. 7
Bordes: Promenade matinale
Dubois: Musiques sur l’eau
Duparc: Aux etoiles
Godard: Symphonie gothique op.23
Guilmant: Ce que dit le silence
Martini: Plaisir d’amour
Massenet: Le Poete et le Fantome
Pierné: Album pour mes petits amis op. 14
Saint-Saëns: Aimons-nous et dormons
Vierne: Mélodies op. 11

Sandrine Piau (Sopran), Le concert de la loge, Julien Chauvin (Leitung)
Alpha

Sandrine Piau spricht über ihr Album „Si j’ai aimé“:

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