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Rezension Sabine Devieilhe – Chanson d’amour

Feinsinnig und erlesen

Sabine Devieilhe und Alexandre Tharaud haben sich eine bezwingend zartgliedrige Werkfolge mit französischen Komponisten ausgedacht.

vonRoland H. Dippel,

Wer sich nur einzelne Mélodies dieses Albums von digitalen Anbietern holt, verpasst etwas. Es ergibt eine bezwingend zartgliedrige Werkfolge, was sich die elfenhafte und wenig körperliche Silberfaden-Sopranistin Sabine Devieilhe mit dem großartigen Alexandre Tharaud ausgedacht hat. Das ist nicht intuitiv, sondern kalkuliert: Feinsinnig, erlesen und mit jener Künstlichkeit, welche die Unterscheidung zwischen Genialität und vorsätzlicher Trivialität unmöglich machen will. In die Petitessen des unterschätzten Fauré, des schwebenden Debussy und des luziden Ravel verwebt Sabine Devieilhe die Entwicklung von mädchenhafter Vorahnung zum selbstbewusst emotionalen Aufblühen. Francis Poulencs „Les Chemins de l’amour“ krönt eine Selektion, bei welcher der Weg durch Emotionen und Atmosphären mit musikalischer und artistischer Siegesgewissheit endet. Tharaud bekräftigt diesen Eindruck betörend und unnahbar.

Alexandre Tharaud
Alexandre Tharaud

Chanson d’amour
Fauré: Notre amour, Au bord de l’eau, Chanson d’amour, Après un rêve & Les berceaux
Ravel: 5 Mélodies populaires grecques, Sur l’herbe, Trois beaux oiseaux du paradis, Manteau de fleurs, Chanson francaise & Ballade de la reine morte d’aimer
Poulenc: Voyage a Paris, Fêtes galantes, Hotel, Les Chemins de l’amour
Debussy: Ariettes oubliées, Nuits d’etoiles, L’ame evaporee et souffrante & Apparition

Sabine Devieilhe (Sopran), Alexandre Tharaud (Klavier)
Erato

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