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CD-Rezension Peter Kofler

Neue Gewänder

Peter Kofler koloriert Liszt, Fauré und Debussy und entlockt der Münchner Rieger-Orgel in St. Michael ungeahnte Harmonien

vonChristoph Vratz,

Welch ein Glück, dass man an der Orgel immer wieder vertraute Werke in neuen Klangfarben-Gewändern kennen lernen darf. Peter Kofler hat für seine neue Aufnahme „Transkriptionen“ eine eigene Version von Debussys Clair de lune beigesteuert, ansonsten Arrangements seiner Kollegen ausgewählt, von David Briggs (Ravels Daphnis et Chloé), von Lionel Rogg und Jean Guillou (Liszts Franziskus und Prometheus) sowie von Louis Robilliard (Pelléas et Mélisande von Fauré). Kofler entlockt dem zuletzt 2011 von Rieger überholten Instrument in St. Michael in München beißende Harmonien, wie in der Danse générale bei Ravel, wabernde Begleitungen wie in Faurés Fileuse oder sanfte Schritte wie zu Beginn der Wellenwanderung von Franziskus. Das klingt alles sehr organisch, zumal Kofler bei diesem Liszt die wohlige Wärme im Bass mit silbrig aufscheinenden Diskant-Figuren klug abmischt.

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