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Rezension Nabil Shehata – Beethoven: Die Weihe des Hauses

Intensives Farbbad

Chefdirigent Nabil Shehata und die Philharmonie Südwestfalen schwelgen zur Einweihung der eigenen Spielstätte in Musik von Beethoven und Tschaikowsky.

vonEcki Ramón Weber,

Beethovens „Die Weihe des Hauses“ ist hier wörtlich zu nehmen. Ende September wurde in Siegen das Haus der Musik für die Philharmonie Südwestfalen eröffnet. Endlich hat das Landesorchester einen richtigen Probensaal, nachdem es sich lange mit einem Provisorium begnügen musste. Das ist schon ein Album wert. Zwar stammen die Aufnahmen von 2021, aber die Aussicht auf die neue Heimstatt hat inspiriert: Der Beethoven schwelgt mitreißend in Fanfaren, Hymnen, Paukendonner, quirligen Bläsern und satten Streichern, ohne dass die Feinarbeit vernachlässigt wird. Bei Tschaikowskys Fünfter beweist Chefdirigent Nabil Shehata dramaturgischen Weitblick: Die Entscheidung, die Energie allmählich hochzufahren, lässt Steigerungen und Durchbrüche umso zugespitzter erscheinen. Das alles eingetaucht in ein intensives Farbbad und mit geradezu räumlichen Klangwirkungen. Hollywood-Breitwandformat-Glamour versprüht die dem Orchester gewidmete Südwestfalen-Fanfare von Andreas Reukauf.

Nabil Shehata
Nabil Shehata

Beethoven: Die Weihe des Hauses op. 124, Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 5 e-Moll op. 64, Reukauf: Südwestfalen-Fanfare (Weltersteinspielung)

Philharmonie Südwestfalen, Nabil Shehata (Leitung)
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