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Rezension Metamorphosen Berlin – Very British

Britische Klangwelten

Das Streichorchester Metamorphosen Berlin präsentiert die Werke von Britten, Elgar, Warlock und Jenkins mit enormer Ausdruckskraft.

vonEcki Ramón Weber,

Brexit hin oder her, der musikalische Austausch zwischen der Insel und dem Kontinent war stets intensiv. Britische Klangwelten aus gut hundert Jahren finden sich auf dem neuen Album des Streichorchesters Metamorphosen Berlin: Die in den verschiedenen Stücken entfachten Klangpanoramen gelingen transparent, feingliedrig, gleichzeitig plastisch und voller Spannkraft, bis in die feinsten Nebenstimmen. Das Ausdrucksspektrum ist enorm: Da werden Emotionen vertieft und Sehnsuchtsklänge weit gespannt. Bei Edward Elgar zeigen sich mal leidenschaftliche, mal schmissig-exzentrische, mal intime Seiten. Bei Benjamin Britten sprüht es vor jugendlicher Frische. Hymnisch und glamourös wird es bei Karl Jenkins. Und bei dem heute vergessenen Peter Warlock klingt die höfische Pracht des Elisabethanischen Zeitalters elegant im modernen Gewand nach. Faszinierend, diese Fülle an Farbnuancen.

Metamorphosen Berlin
Metamorphosen Berlin

Very British
Werke von Britten, Elgar, Warlock & Jenkins

Metamorphosen Berlin, Wolfgang Emanuel Schmidt (Cello & Leitung)
Sony Classical

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