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Rezension Anna Lapwood – Arise, Shine

Abschied in Pastell

Mit kontemplativen Klängen verabschiedet sich Anna Lapwood als Director of Music vom Chapel Choir of Pembroke College.

vonBenjamin Elsholz,

„Arise, shine“: Der biblische Vers aus dem Buch Jesaja, der Anna Lapwoods neue Einspielung betitelt, liest sich wie ihr Lebensmotto. Als Organistin besitzt die junge Britin mittlerweile internationale Strahlkraft; schon vor Beginn ihrer Solo-Karriere prägte sie seit 2016 den Chapel Choir des Pembroke College in Cambridge als Director of Music. Zum Abschluss dieser Tätigkeit in Cambridge vereint sie nun Herzensstücke, welche überwiegend von Musikerinnen stammen, die den Chor bestens kennen – ob als Mitglied wie Lucy Walker oder in leitender Funktion wie Lapwood selbst, die unter anderem das titelgebende Stück beisteuert. Entsprechend weich, zärtlich, stellenweise ätherisch klingen die zugänglichen, satztechnisch eher schlichten Werke. Feine Akzente setzen Lise Borels „Regina Caeli“ mit schwirrendem Jubel und „Abide with me“ der jungen, aus Sambia stammenden Maggie Kaposamweo, das durch harmonische Reibungen für willkommene Schattierungen sorgt. Mit sehr homogenem Klang erstrahlt der Chor bei seiner letzten Aufnahme unter Lapwoods Leitung insgesamt in warm-pastelligem Schein, ohne alle Farben des Lichtspektrums auszuschöpfen.

Arise, Shine
Lapwood: Arise, Shine & An Irish Blessing, Walker: The Lord’s Plrayer, A Hymn for St Cecilia & O sacrum convivium, Messiaen: O sacrum convivium, Duruflé: Ubi caritas u. a.

Chapel Choir of Pembroke College, Anna Lapwwod (Leitung)
Sony Classical

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