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Rezension Martin Stadtfeld – Deutsche Volkslieder

Pianistisch harmlos

In seinen Volkslied-Bearbeitungen schafft es Martin Stadtfeld nur vereinzelt, den sinnstiftenden Text der Originale musikalisch erfüllend am Piano zu ersetzen.

vonFrank Armbruster,

Volkslieder haben nicht den besten Ruf in Deutschland, wo das Volkstümliche leicht in Verdacht gerät, ins Volkstümelnde umzuschlagen. Das mag einem schade vorkommen angesichts der großen Anzahl so wunderbarer Volkslieder wie „Der Mond ist aufgegangen“ oder „Es waren zwei Königskinder“, zumal sich auch große Komponisten wie Brahms oder Schubert kompositorisch mit dem deutschen Liedgut auseinandergesetzt haben. Das mag sich auch der Pianist Martin Stadtfeld gedacht haben, der für seine neue CD insgesamt dreißig seiner Lieblingslieder für Klavier arrangiert und eingespielt hat. Fällt nun aber der sinnstiftende Text unter den Tisch, so sollte das in irgendeiner Weise im Instrumentalen ausgeglichen werden – und das gelingt Stadtfeld nur in einigen seiner Bearbeitungen, etwa dem dramatischen „Steigerlied“, während sich die meisten anderen pianistisch harmlos in schlichten Harmonisierungen erschöpfen.

Martin Stadtfeld
Martin Stadtfeld

Deutsche Volkslieder

Martin Stadtfeld (Klavier)
Sony Classical

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