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Rezension Lahav Shani – Bruckner: Fünfte Sinfonie

Erkundungen im Bruckner-Haus

Stringent und umsichtig wandeln das Rotterdams Philharmonisch Orkest und ihr Chefdirigent Lahav Shani durch Bruckners fünfte Sinfonie.

vonChristoph Vratz,

Nach der Siebten nun die Fünfte: Lahav Shani und das Rotterdams Philharmonisch Orkest wagen sich im Bruckner-Haus weiter vor und nehmen den nächsten Raum in Augenschein. Wie ernst es dem Dirigenten mit seinen Erkundungen ist, zeigt er vor allem im Scherzo. Das „Molto vivace“ deutet er nicht vornehmlich als sportlichen Sprint, vielmehr wird er der Bezeichnung durch eine sehr konzentrierte Kraft gerecht. Das Trio wirkt wie ein beeindruckender Kontrast, ins Lyrische gewendet. Auch die langsame Einleitung zum Finale und der Übergang zum Allegro-Abschnitt besitzt Stringenz. Shani gibt den Solostellen, etwa im Adagio – „Sehr langsam“! –, viel Raum und bündelt die Tutti-Stellen, auch bei den großen Steigerungen, mit Umsicht. Nur kein vorzeitiges Sich-Verausgaben. So darf man im Bruckner-Jahr 2024 mutmaßen, dass diese Reise, mit welchem Tempo auch immer, noch weiter geht.

Lahav Shani
Lahav Shani

Bruckner: Sinfonie Nr. 5 B-Dur

Rotterdams Philharmonisch Orkest, Lahav Shani (Leitung)
Warmer

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