Startseite » Rezensionen » Idealer Schwanenritter

CD-Rezension Klaus Florian Vogt – Wagner: Lohengrin

Idealer Schwanenritter

Die vierte Veröffentlichung im Wagner-Zyklus des RSO Berlin unter Marek Janowski füllt für viele eine Lücke in der Lohengrin-Diskographie: Endlich kann man nun auch den derzeit besten Interpreten der Titelpartie auf Tonträger genießen. Klaus Florian Vogt ist ohne Zweifel ein Ausnahme-Lohengrin, so selbstverständlich und entspannt bringt diese Rolle sonst niemand über die Rampe. Hört man…

vonMichael Blümke,

Die vierte Veröffentlichung im Wagner-Zyklus des RSO Berlin unter Marek Janowski füllt für viele eine Lücke in der Lohengrin-Diskographie: Endlich kann man nun auch den derzeit besten Interpreten der Titelpartie auf Tonträger genießen. Klaus Florian Vogt ist ohne Zweifel ein Ausnahme-Lohengrin, so selbstverständlich und entspannt bringt diese Rolle sonst niemand über die Rampe. Hört man Vogt, kann man gar nicht nachvollziehen, warum das bei etlichen Kollegen so angestrengt klingt. Der blonde Holsteiner verleiht dem Schwanenritter ob dieser Mühelosigkeit manchmal eine geradezu keusche Note. Auch wenn Vogts Mitstreiter nicht sein vokales Niveau erreichen, hinterlässt diese Produktion den besten Gesamteindruck des bisherigen Zyklus‘. Annette Dasch verzichtet aufs Detonieren, ist allerdings in der oberen Lage recht unsicher, Günther Groissböck steuert einen balsamisch singenden König bei.

Wagner: Lohengrin
Klaus Florian Vogt (Tenor)
Annette Dasch (Sopran)
Rundfunkchor Berlin, RSO Berlin
Marek Janowski (Leitung)
PentaTone (3 CDs)
Anzeige

Auch interessant

Rezensionen

Termine

Aktuelle Rezensionen

Anzeige
  • „Es ist eine ewige Entdeckungsreise“
    Interview Rudolf Buchbinder

    „Es ist eine ewige Entdeckungsreise“

    Pianist Rudolf Buchbinder über Schuberts Tänze, das Grafenegg Festival, seine Faszination für verschiedene Ausgaben von Beethoven-Sonaten – und die Fußball-Weltmeisterschaft.

Anzeige

Anzeige

Audio der Woche

Atemberaubendes Feuerwerk

Mit funkelnder Virtuosität und unbändiger Ausdruckskraft widmet sich Simone Kermes einer echten Rarität: der Arie È follia d’un alma stolta aus dem Oratorium Giob von Carl Ditters von Dittersdorf. Ein atemberaubendes Feuerwerk klassischer Koloraturkunst – und die Wiederentdeckung eines nahezu vergessenen Meisterwerks. Ein Track aus dem neuen Album „La Luce“.

jpc Logo
Amazon Logo
Apple Music Button

Newsletter

Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach: frische Klassik!

Anzeige