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Rezension Kirill Karabits – Schostakowitsch 13

Zwischen Groteske und Verzweiflung

Das von Kirill Karabits geleitete Russian National Orchestra trifft genau den zwischen abgrundtiefer Verzweiflung und bitterem Witz changierenden Tonfall Schostakowitschs.

vonFrank Armbruster,

1961 hat der Lyriker Jewgeni Jewtuschenko sein Gedicht über das Massaker der deutschen Wehrmacht geschrieben, bei dem in einer Schlucht namens Babi Yar innerhalb von 36 Stunden über 33.000 Juden erschossen wurden. Ein Jahr später bat Schostakowitsch um die Erlaubnis einer Vertonung. Herausgekommen ist seine 13. Sinfonie, die sicherlich zu seinen bewegendsten Werken zählt. Das 1990 von Valery Gergiev gegründete Russian National Orchestra hat diese Sinfonie im Rahmen seiner Kooperation mit dem Label Pentatone nun als weiteren Baustein einer Gesamtaufnahme aller Sinfonien vorgelegt, und das Resultat bestätigt das Niveau der schon vorgelegten Einspielungen. Das von Kirill Karabits geleitete Orchester trifft genau den zwischen abgrundtiefer Verzweiflung, Groteske und bitterem Witz changierenden Tonfall Schostakowitschs, Oleg Tsibulko singt den Solopart mit der gebotenen Schwärze.

Kirill Karabits
Kirill Karabits

Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 13 „Babi Yar“

Oleg Tsibulko (Bass), Russian National Orchestra, Kirill Karabits (Leitung)
Pentatone

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