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Rezension Jakub Hrůša – Helden, Leben, Lied

Drei Perspektiven auf Helden

In Tondichtungen von Richard Strauss, Dvořák und Glasunow entfalten Jakub Hrůša und die Bamberger Symphoniker ihre orchestralen Zauberkräfte.

vonEcki Ramón Weber,

Treffend: Als sinfonisches „Selfie“ wird Richard Strauss’ „Heldenleben“ im Booklet dieser Neuerscheinung bezeichnet. Der offenbar kein bisschen von Selbstzweifeln angekränkelte Komponist hat sich mit diesem Werk frech selbst ein Denkmal gesetzt. Damals, 1898, als Neutöner umstritten, wollte es der 34-jährige Aufsteiger seinen Kritikern mal richtig zeigen. Auch die beiden anderen Werke des Albums verweigern sich klassischer Heldenverehrung: der beschwingte Lobpreis auf künstlerisches Schaffen in Antonín Dvořáks spätem „Heldenlied“ genauso wie die elegischen Schattierungen im „Andenken eines Helden“ des am Anfang seiner Karriere stehenden Alexander Glasunow. In allen drei Werken beweisen die Bamberger Symphoniker und ihr Chef Jakub Hrůša erneut ihren Rang als Spitzenorchester. Sie eröffnen vielfach gestaffelte klangliche Räume, präsentieren satte Farben und Transparenz im Orchestergewebe. Ob Kollektiv, Orchestergruppen oder Solostellen, alles kommt prägnant und plastisch in den Einsätzen. Das Dynamikspektrum ist so weit wie die Ausdruckspalette. Von Düsternis bis zu schwelgerischen Höhenflügen reichen die raffinierten Klangdispositionen. Fantastisch!

Helden, Leben, Lied
Dvořák: Heldenlied op. 111, Glasunow: Andenken eines Helden op. 8, R. Strauss: Ein Heldenleben op. 40

Bamberger Symphoniker, Jakub Hrůša (Leitung)
Accentus

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