Lieblingsstück Jakub Hrůša

Antonín Dvořák: Sinfonie Nr. 8 G-Dur

Als Jakub Hrůša die Partitur zu Dvořáks Sinfonie Nr. 8 aufschlug, wusste er, dass er Dirigent werden wollte.

© Zbynek Maderyc

Jakub Hrůša

Jakub Hrůšas Lieblingsstück ist Antonín Dvořáks Sinfonie Nr. 8 G-Dur: Als ich nach meinem Lieblingsstück gefragt wurde, gab es zwei Möglichkeiten: Entweder ich entscheide mich sofort, oder ich setze mich hin und denke stundenlang nach. Es gibt so viele Werke, die ich liebe, trotzdem habe ich mich gleich für Dvořáks achte Sinfonie entschieden. Das Stück hat eine unglaubliche Atmosphäre und gibt mir immer ein gutes Gefühl.

Dvořáks vorherige Sinfonien waren viel von Beethoven oder Brahms beeinflusst, aber seine Achte ist vollkommen frei davon – was seinerzeit von ihm auch so gewollt war, denke ich: Er hatte sich an diesem Punkt seines kompositorischen Schaffens dazu entschieden, seinen eigenen Weg zu gehen. Deswegen finde ich auch, dass diese Sinfonie Antonín Dvořák als Person sehr gut wiederspiegelt.

„Ich bin froh, dass Dvořáks Sinfonie Nr. 8 mich gefunden hat“

Dass für mich das Werk so besonders ist, hat aber auch biografische Gründe: Als ich vierzehn Jahre alt war, habe ich die Partitur zufällig in der Bücherei gefunden. Es war das erste Mal, dass ich eine Orchesterpartitur aufgeschlagen habe, und ich war sofort fasziniert! Ich hatte das Gefühl, plötzlich neue Luft zu atmen. Das war der Moment, an dem ich entschieden habe, Dirigent zu werden.

Als ich mich an der Prager Musikakademie beworben habe, habe ich dieses Stück bei der Aufnahmeprüfung dirigiert und bestanden. Später war die Sinfonie immer präsent, als ich wichtige Debüts mit Orchestern aus London, Cleveland oder Tokio gegeben habe. Ich kann sagen, dass mich das Werk gefunden hat, und ich bin froh, dass es so früh zu mir kam. Obwohl es vermutlich das von mir am häufigsten aufgeführte Stück ist, wird es mir nie langweilig.

Termine

Donnerstag, 17.09.2020 20:00 Uhr Konzerthalle Bamberg

Piotr Anderszewski, Bamberger Symphoniker, Jakub Hrůša

Weber: Aufforderung zum Tanz op. 65, Beethoven: Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur op. 15, Bruckner: Sinfonie Nr. 4 Es-Dur „Romantische“

Freitag, 18.09.2020 20:00 Uhr Konzerthalle Bamberg

Piotr Anderszewski, Bamberger Symphoniker, Jakub Hrůša

Mendelssohn: Konzertouvertüre „Die Hebriden“ op. 26, Schumann: Klavierkonzert a-Moll op. 54, Brahms: Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98

Mittwoch, 14.10.2020 20:00 Uhr Konzerthalle Bamberg

Bamberger Symphoniker, Jakub Hrůša

R. Strauss: Eine Alpensinfonie op. 64, Janáček: Suite aus „Das schlaue Füchslein“

Mittwoch, 28.10.2020 20:00 Uhr Philharmonie Berlin

Tomáš Jamník, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Jakub Hruša

Smetana: Ouvertüre und drei Tänze zu „Die verkaufte Braut, Martinů: Cellokonzert Nr. 1, Dvořák:
Sinfonie Nr. 3 Es-Dur

Samstag, 07.11.2020 17:00 Uhr Konzerthalle Bamberg

Lars Vogt, Karen Gomyo, Julian Steckel, Bamberger Symphoniker, Jakub Hrůša

Beethoven: Tripelkonzert C-Dur op. 56 & Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 „Pastorale“

Mittwoch, 16.12.2020 20:00 Uhr Elbphilharmonie Hamburg

Bamberger Symphoniker, Jakub Hrůša

Beethoven: Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 „Pastorale“, R. Strauss: Eine Alpensinfonie op. 64

Samstag, 19.12.2020 20:00 Uhr Konzerthalle Bamberg

Ulrich Witteler, Bamberger Symphoniker, Jakub Hrůša

Wagner: Ouvertüre zu „Die Feen“, Bloch: Schelomo für Violoncello und Orchester, Beethoven: Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 „Pastorale“

Sonntag, 20.12.2020 19:00 Uhr Heinrich-Lades-Halle Erlangen

Ulrich Witteler, Bamberger Symphoniker, Jakub Hrůša

Wagner: Ouvertüre zu „Die Feen“, Bloch: Schelomo für Violoncello und Orchester, Beethoven: Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 „Pastorale“

Mittwoch, 30.12.2020 19:30 Uhr Theater der Stadt Schweinfurt

Kirill Gerstein, Bamberger Symphoniker, Jakub Hrůša

Bernstein: Sinfonische Tänze aus „West Side Story“ & Ouvertüre zu „Candide“, Gershwin: Cuban Ouverture & Rhapsody in Blue, Grofé: Huckleberry Finn aus der „Mississippi-Suite“

Donnerstag, 31.12.2020 17:00 Uhr Konzerthalle Bamberg

Kirill Gerstein, Bamberger Symphoniker, Jakub Hrůša

Bernstein: Sinfonische Tänze aus „West Side Story“ & Ouvertüre zu „Candide“, Gershwin: Cuban Ouverture & Rhapsody in Blue, Grofé: Huckleberry Finn aus der „Mississippi-Suite“

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