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Rezension Iveta Apkalna – Werke von Pärt & Vasks

Hymnisches und Nachdenkliches

Die lettische Organistin Iveta Apkalna lädt mit Musik von Pēteris Vasks und Arvo Pärt zur intensiven Seelenschau.

vonJan-Hendrik Maier,

An der Klais-Orgel der Latvija-Konzerthalle in Ventspils bricht Iveta Apkalna zu den Tiefen der baltischen Seele auf. Als Eckpfeiler des Albums dienen Pēteris Vasks’ „Te Deum“, entstanden als musikalische Antwort auf die Unabhängigkeit Lettlands 1991, und das Arvo Pärt gewidmete „Viatore“. In beiden Werken nimmt sich Apkalna viel Zeit, um jeder Note Nachdruck zu verleihen, was von Beginn an für ungemeine Intensität sorgt. Hymnisches und Nachdenkliches, eine eigene an die Gregorianik angelehnte Melodie und Fragmente lettischer Volksweisen alternieren im „Te Deum“. In „Viatore“, dem vertonten Lebensweg eines rastlosen Wanderers, zelebriert Apkalna den Wechsel zwischen kammermusikalischer Intimität und leuchtendem Vollklang. Zwischen Vasks’ Monumenten stehen markante Klanggebilde von Pärt: Transparent, jedoch etwas basslastig, lotet Apkalna die rhythmischen Verschiebungen der vier Stimmen in „Pari intervallo“ aus. „Annum per annum“ verleiht sie indes den Geist einer Improvisation. Die weltbekannte Meditation „Spiegel im Spiegel“ gerät mustergültig zärtlich, von „Trivium“ geht etwas Geheimnisvolles aus.

Vasks: Te Deum & Viatore, Pärt: Pari intervallo, Spiegel im Spiegel, Annum per annum & Trivium

Iveta Apkalna (Orgel)
Berlin Classics

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