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Rezension Ib Hausmann – Messiaen: Quatuor pour la fin du temps

Mit großer Intensität

Klarinettist Ib Hausmann und das Amatis Trio loten tief die Stimmungen in Olivier Messiaens achtsätzigem Kammerwerk aus.

vonEcki Ramón Weber,

Später wurde er zu einem der Ahnväter der Nachkriegsmoderne. Mitten im Zweiten Weltkrieg, unter dem Eindruck von Unrecht, Brutalität und Tod, aber auch in der Hoffnung auf Trost im Glauben, schrieb Olivier Messiaen 1940/41 im Kriegsgefangenenlager bei Görlitz sein Kammerwerk „Quatuor pour la fin du temps“ für Klarinette und Klaviertrio. Äußerst konzentriert gelingen in dieser Neueinspielung dem Klarinettisten Ib Hausmann und dem Amatis Trio die unterschiedlichen musikalischen Interaktionen. Schon während der ersten Minuten dieser Aufnahme vermittelt sich deutlich, wie genau die Beteiligten hier aufeinander hören und reagieren, wie sie dadurch eine große Intensität erreichen. Gleichzeitig profilieren sich alle mit kreativen Soloeinsätzen. Die einzelnen Ausdrucksbreiche und Stimmungen in den acht verschiedenen Sätzen werden tief ausgelotet. Das Ergebnis ist bezwingend.

Ib Hausmann
Ib Hausmann

Messiaen: Quatour pour la fin du temps

Ib Hausmann (Klarinette), Amatis Trio
CAvi

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