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Rezension Hans-Christoph Rademann – Vision Bach Vol. 1

Exzellent

Hans-Christoph Rademann und die Gaechinger Canotrey behaupten sich zu Beginn ihres Bach-Kantaten-Projekts an der Spitze der historisch informierten Aufführungspraxis.

vonFrank Armbruster,

Es ist ein Mammutprojekt, das die Internationale Bachakademie Stuttgart da in Angriff genommen hat: Alle sechzig Kantaten aus Johann Sebastian Bachs erstem Amtsjahr als Thomaskantor werden in insgesamt 23 Konzerten aufgeführt und auf CDs aufgenommen. Das erste Bündel mit den Kantaten BWV 75, 76, 21.3, 185.2 und 24 liegt nun als Doppel-CD vor und dürfte auch Skeptiker überzeugen. Denn was Hans-Christoph Rademann, seine Gaechinger Cantorey und handverlesene Solisten hier an vokal-instrumentaler Abstimmung, klanglicher Differenziertheit und rhetorisch geschulter Gestaltungskunst offenbaren, markiert wohl derzeit die Spitze historisch informierter Aufführungspraxis. Extrem beweglich in fugierten Passagen, aber auch mit hinreichend klangvoller Wärme in den Chorälen präsentiert sich der Chor, das Orchester mit seinen exzellenten Solisten (Trompete!) entspricht diesem Niveau. Auf die weiteren Veröffentlichungen dieser Reihe darf man gespannt sein.

Hans-Christoph Rademann
Hans-Christoph Rademann

Vision Bach Vol. 1
J. S. Bach: Die Elenden sollen essen BWV 75, Die Himmel erzählen die Ehre Gottes BWV 76, Ich hatte viel Bekümmernis BWV 21.3, Ein ungefärbt Gemüte BWV 24 & Barmherziges Herze der ewigen Liebe BWV 185.2

Miriam Feuersinger & Natasha Schnur (Sopran), Benedikt Kristjansson & Patrick Grahl (Tenor), Matthias Winckhler & Tobias Berndt (Bass), Gaechinger Cantorey, Hans-Christoph Rademann (Leitung)
Hänssler

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