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CD-Rezension Claire Huangci – A Chopin Diary

Farben der Nacht

Was bei dieser Doppel-CD unaufhörlich in den nächtlichen Kosmos Chopins zieht, ist die abwechslungsreiche Gestaltung der Stücke

vonEcki Ramón Weber,

Sie galt als pianistisches Wunderkind, stets an ihrer Seite war der Romantiker Chopin. Jetzt, als junge Frau, hat Claire Huangci sämtliche seiner Nocturnes und eine Duo-Etüde eingespielt. Wie spontane Eingebungen, Improvisationen, sollen diese Stücke klingen. Huangci setzt zu diesem Zweck Rubati und Akzente klug ein. Was bei dieser Doppel-CD unaufhörlich in den nächtlichen Kosmos Chopins zieht, ist die abwechslungsreiche Gestaltung der Stücke. Die Pianistin verleiht jedem Nocturne ein eigenes Profil, mal überraschend kernig und resolut, dann wieder fragil, sanft perlend oder getupft, mit plötzlichen Aufwallungen oder jähem Innehalten. Die Musik gerät hier tatsächlich zum klingenden Abbild schwankender Gefühle, dargeboten mit einem breiten Spektrum an Klangfarben. Und ohne melodramatische Manierismen, ohne Affektiertheit, stattdessen als erfrischend natürlich wirkende Entwicklungen.

A Chopin Diary
Chopin: Nocturnes Nr.1-21, Nocturne oubliee cis-Moll & Etüde Nr. 7

Claire Huangci (Klavier), Tristan Cornut (Violoncello)
Berlin Classics

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