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CD-Rezension Arabella Steinbacher

Denkanstöße statt Gefiedel

Hinreißend: Arabella Steinbacher mit Mozarts G-Dur-Konzert, an das sie sich als Achtjährige erstmals wagte

vonChristoph Forsthoff,

Aus Geigen-Girlies werden … große Künstlerinnen. Zumindest gelegentlich wie im Falle Arabella Steinbachers: Bezaubert doch die Münchnerin inzwischen mit äußerer wie innerer Schönheit, vermag längst nicht mehr allein mit virtuosen Reißern des Genres zu begeistern, sondern auch mit klug durchdachten Interpretationen zu berühren. Da kommen ihr die drei Mozart-Konzerte gerade recht: Denkanstöße statt Gefiedel lautet die Devise – die von den Festival Strings Lucerne unter Daniel Dodds nur zu gern aufgenommen wird: Prägnant und doch bedachtsam hat hier selbst jede Nebenfloskel noch ihre Botschaft. Und Steinbacher nutzt die so bereitete Bühne für Sanglichkeit und Poesie (KV 218), lässt einen ungemein feinsinnigen, in seiner Introvertiertheit höchst stimmigen Mozart entstehen. Eine unaufdringliche Raffinesse, deren intelligente Phrasierung auch das berühmte A-Dur-Konzert zur eleganten Delikatesse werden lässt, während ihr fein und intim angelegtes Lieblingsstück – als Achtjährige spielte sie das G-Dur-Werk erstmals – nicht zuletzt durch das von tiefem Schmerz erfüllte Adagio besticht. Stilsicherheit par excellence!

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