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R. Strauss: Intermezzo

Mit der Ehe war es bei den großen Komponisten der Vergangenheit oftmals so eine Sache. Beethoven etwa blieb zeit seines Lebens unverheiratet, Schubert auch. Tschaikowsky sehnte sich nach der Scheidung. Von den komplizierten Verhältnissen der Schumanns, Wagners und Mahlers wollen wir gar nicht erst anfangen. Johannes Brahms, der sich gerade noch vor den „Fesseln“ seiner Verlobung mit Agathe von Siebold retten konnte, setzte einen persönlichen Schlussstrich: Er werde „keine Oper und keine Heirat mehr versuchen“, schreibt er 1888 an den Schriftsteller Victor Widmann.

Auf sich selbst bezogen verkehrt Richard Strauss diese Aussage ein paar Jahrzehnte später wiederum ins absolute Gegenteil – indem er eine Oper über seine Ehe schreibt. „Intermezzo“ erlaubt dem Publikum direkten Einblick ins Eheleben von Kapellmeister Storch, dessen Nähe zu Schöpfer Strauss auf der Hand liegt. Ein geniales, viel zu selten gespieltes Werk, dessen sich Regisseur Axel Ranisch an der Semperoper annimmt. (AS)

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