Es ist einer der eindringlichsten Ohrwürmer der Popmusik-Geschichte: „By the Rivers of Babylon“ von Boney M. Diese deutsche Disco-Formation aus den 1970er-Jahren bediente sich ihrerseits beim Original der jamaikanischen Reggae-Gruppe The Melodians. Ein Pop-Event wird der Abend im Gewandhaus mit dem Gewandhauschor unter der Leitung von Gregor Meyer zwar nicht, aber er geht dem Ursprung des Textes aus dem Alten Testament nach und stellt den Song in den Dialog mit anderen Musikwerken, die den Bibel-Psalm 137 in Töne fassen. Denn in diesem Klagelied des jüdischen Volkes im babylonischen Exil geht es um die Sehnsucht nach Heimat. Gewandhausorganist Michael Schönheit hatte die Idee für dieses besondere Orgel-Chorkonzert zum Pfingstsonntag. Der eingängige Pop-Song begegnet hier als Chorarrangement noch weiteren Spirituals sowie Chor- und Orgelwerken von Johann Adam Reincken, Johann Sebastian Bach, Franz Liszt und dem ehemaligen Gewandhauskomponisten Arvo Pärt, dessen Werk für Chor und Orgel „An den Wassern zu Babel saßen wir und weinten“ zu den Höhepunkten gehören dürfte.
Michael Schönheit (Orgel), Gewandhauschor, Gregor Meyer (Leitung)
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„Mein erstes Engagement war eine Operette“
Jonas Kaufmann besinnt sich auf die sogenannte leichte Muse zurück – wobei er bei diesem Begriff schmunzeln muss.
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