Dante Alighieri, der Schöpfer der berühmten spätmittelalterlichen Dichtung „Die göttliche Komödie“, hatte im ausgehenden 19. Jahrhundert einen großen Verehrer: den Komponisten Benjamin Godard. Alles andere als ein Kind seiner Zeit – weil er sich den musikalischen Neuerungen des „wagnérisme“ verschloss und eher im spätromantischen Fahrwasser eines Gounod oder Massenet segelte –, machte Godard auf dem Höhepunkt seiner kompositorischen Schaffenskraft Dante zum Protagonisten seiner gleichnamigen Oper. Darin kehrt der junge Dichter nach längerer Abwesenheit in seine Heimatstadt Florenz zurück, wo erbitterte Kämpfe zwischen den kaisertreuen Ghibellinen und den das Papsttum unterstützenden Guelfen toben. Die äußeren Unruhen spiegeln die der Seele, als Dante erfährt, dass Béatrice – die Frau, die er von Kindheitstagen an in sein Herz geschlossen hat und die seine Neigung erwidert – inzwischen mit seinem Freund Simeone verlobt ist. Auch „Die göttliche Komödie“ mit ihren Visionen von Hölle und Himmel findet Eingang in Godards durchkomponiertes Bühnenwerk, das in seinem fesselnden Erzählfluss drastische Orchestereffekte nicht scheut. (SI)
Godard: Dante
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