Wer hätte gedacht, dass Christoph Willibald Gluck mit seiner Reformoper „Orfeo ed Euridice“ aus dem Jahr 1762 nun auch reformierend auf die Produktionsprozesse des Staatstheater Hannover einwirkt? Erstmals arbeiten hier mit der belgischen Regisseurin Lisaboa Houbrechts und dem italienischen Choreografen Diego Tortelli das Opernensemble und die Ballettkompanie zusammen, wenn Orpheus ins Reich der Toten hinabsteigt, um seine geliebte Eurydike wieder ins Leben zurück zu holen. Was aber, wenn Eurydike freiwillig starb und gar nicht zurückkommen will? Houbrechts’ Lesart macht neugierig auf die Oper, mit der Gluck den virtuosen Koloraturstil seiner Zeit über Bord warf und durch eine natürlichere, schmucklose Tonsprache ersetzte. (SI)
Gluck: Orfeo ed Euridice
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„Ohne Geige würde mir die Seele fehlen“
Seit 2011 leitet Joshua Bell die Academy of St Martin in the Fields. Sein Violinspiel liegt in zahlreichen Aufnahmen vor – und in 20 000 digitalen Samples.
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