Nicht nur zählen „Trouble in Tahiti“ von Leonard Bernstein und „Herzog Blaubarts Burg“ von Béla Bartók zu den prägenden Einaktern der Oper des 20. Jahrhunderts, auch thematisch sind die beiden Werke, nun als Doppelabend in Krefeld zu erleben, eng miteinander verbunden. Beide kreisen um den Konflikt zwischen Eheleuten, wenn auch in unterschiedlicher Zuspitzung. In Bernsteins Oper ist es der Überdruss, der das Leben von Dinah und Sam bestimmt: Die Zuneigung ist erloschen, der Alltag trist, allein Gewohnheit hält die Ehe zusammen. Um der Leere zu entkommen, schlägt Sam einen Kinobesuch vor, wo ausgerechnet der rührselige Hollywoodfilm „Trouble in Tahiti“ läuft. Ob die Flucht ins Kino wieder Leben in die Beziehung bringt? Bei Bartók ist jede Hoffnung verloren. Judith folgt Herzog Blaubart in dessen Burg und verlangt, Licht in die Räume zu bringen. Sechs Türen darf sie öffnen, die siebte soll verschlossen bleiben. Als Judiths Neugier obsiegt, offenbart sich das tödliche Geheimnis um die früheren Ehefrauen und ihr eigenes unabwendbares Schicksal.
Bartók: Herzog Blaubarts Burg & Bernstein: Trouble in Tahiti
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„Da habe ich gemerkt: Elsa, du musst noch viel lernen!“
Elsa Dreisig hört und kommentiert Aufnahmen von Kollegen, ohne dass sie weiß, wer singt.
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