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Rezension Sophie Dervaux – Vivaldi: Fagottkonzerte

Lohnend

Agil und frisch klingen Antonio Vivaldis sonst selten gespielte Fagottkonzerte mit Sophie Dervaux und dem La Folia Barockorchester.

vonChristoph Vratz,

Ein Blick jenseits der „Vier Jahreszeiten“ kann bei Antonio Vivaldi immer wieder lohnen. Solistin Sophie Dervaux macht jedenfalls eifrig Werbung, und das in doppelter Hinsicht: für Vivaldis eher schattig wahrgenommene Fagottkonzerte und für sich selbst. Denn die sechs hier vorgelegten Werke leben von einer Frische des Vortrags, von einer Agilität in den schnellen Sätzen und einer musikalischen wie gedanklichen Tiefe in den langsamen Abschnitten, dass man diese Aufnahme auch gern zweimal hintereinander hört. Entscheidend zum Erfolg trägt auch das La Folia Barockorchester bei, das jeden Akzent munter unterstützt und den elegischen Passagen zu großer Nachdenklichkeit verhilft. Orchester und Solistin stehen in einem ständigen hellwachen Austausch. Stellvertretend sei das „La Notte“-Konzert genannt, das einzige dieses Albums mit vier Sätzen und ein Kaleidoskop unterschiedlichster Ausdrucksformen.

Sophie Dervaux
Sophie Dervaux

Vivaldi: Fagottkonzerte C-Dur RV 473 & RV 474, a-Moll RV 497, d-Moll RV 481, e-Moll RV 484 & B-Dur RV 501 „La Notte“

Sophie Dervaux (Fagott), La Folia Barockorchester
Berlin Classics

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