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CD-Rezension Rolf Beck

Ein undeutsches Requiem

Diese Aufnahme besticht durch feinste Intonation, ein biegsam flexibles, helles Klangbild und präzise Rhythmik

vonPeter Krause,

Sinfonisch berauschend und deutsch romantisch – so hat es gewaltig zu tönen, wenn es gilt, das Totengedenken zu zelebrieren, das Johannes Brahms mit überkonfessionell menschheitsumarmender Geste ersonnen hat. Rolf Beck geht Ein Deutsches Requiem erfrischend anders an. Als souverän unsentimentaler Kapellmeister setzt er auf kammermusikalische Intimität, auf ungeahnte chorische Klangfarben und dynamische Kontraste. Sein aus jungen Sängern aller Herren Länder exquisit besetzter Schleswig-Holstein Festival Chor Lübeck besticht durch feinste Intonation, ein biegsam flexibles, helles Klangbild und federn präzise, gleichsam sprechende Rhythmik. Man denkt bei diesem strengen, transparenten und dennoch gelösten Musizieren immer wieder an das volksliednahe Schaffen des Hanseaten. Engelsschön singt Christiane Karg die erste Phrase ihres Sopransolo „Ihr habt nun Traurigkeit“ auf einem langen Atemzug, Bariton Thomas E. Bauer setzt auf lyrisch klare Eloquenz.

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