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Rezension Roberte Mamou – Viennese Variations

Wiener Variationen

Die souverän agierende Pianistin Roberte Mamou gibt sich bei den Variationen aus der Wiener Klassik so einfühlsam wie ideenreich.

vonEcki Ramón Weber,

In Epochen, als es weder Streaming noch Stereoanlagen gab, holten sich Musikfreunde die Melodien aus Opernhaus und Konzertsaal aufs heimische Klavier. Nicht zuletzt deshalb wurde die Variation zum beliebten Genre. Zugleich war sie Experimentierfeld und künstlerische Visitenkarte der komponierenden Zunft. Denn am vorgegebenen Material konnte die eigene Kreativität eindrucksvoll erprobt werden. Für die Interpreten heißt dies, dass sie die reichhaltigen Ausformungen und Stimmungen mit ihrer Gestaltungskunst verdeutlichen und gleichzeitig den Spannungsbogen halten müssen. Das gelingt der souverän agierenden Roberte Mamou mit Repertoire aus der Wiener Klassik so einfühlsam wie ideenreich: Innig bei Beethoven, verspielt bis dramatisch bei Haydn, überraschend schwungvoll beim gefürchteten Czerny, charakterstark bei Hummel, zärtlich und schwelgerisch bei Schubert, sprudelnd bei Mozart.

Roberte Mamou
Roberte Mamou

Viennese Variations
Werke von Beethoven, Haydn, Czerny, Mozart, Hummel & Schubert

Roberte Mamou (Klavier)
Ars

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