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Rezension Riccardo Minasi – Haffner-Akademie

Spannungsgeladen

Riccardo Minasi und das Ensemble Resonanz verbinden kongenial Instrumentales und Vokale von Mozart und laden zum genauen Hinhören ein.

vonChristoph Vratz,

Wieder ein Mozart-Album?! Aber kein beliebiges, sondern eines zum genauen Hinhören. Unter dem Titel „Haffner-Akademie“ haben Anna Prohaska, das Ensemble Resonanz und Riccardo Minasi Arien und Instrumentales kombiniert: Ausschnitte aus fünf Opern (ohne „Don Giovanni“), die Konzert-Arie KV 505 sowie die Haffner-Sinfonie, womit das Hamburger Orchester an seine beiden anderen Aufnahmen mit Mozart-Sinfonien anschließt. Anna Prohaska durchdringt die Arien Takt für Takt, mit wenig Druck auf der Stimme, dafür mit Gespür für Überraschungen und Höhepunkten und herrlich ausklingenden Phrasen. Die Rezitative gestaltet sie bedeutungsschwanger bei jedem Wort. Die Haffner-Sinfonie eröffnet das Ensemble Resonanz mit erschütternder Intensität, um gleich hernach ins Zart-Fragende zu wechseln – bezeichnend für diese spannungsgeladene Aufnahme, die keinen Moment Langeweile bietet.

Riccardo Minasi
Riccardo Minasi

Haffner-Akademie
Mozart: Sinfonie Nr. 35 D-Dur KV 385, Rezitative & Arien aus „Idomeneo“, „Die Entführung aus dem Serail“, „Le nozze di Figaro“, „Così fan tutte“ &. „La clemenza di Tito“

Anna Prohaska (Sopran), Herbert Schuch (Klavier), Ensemble Resonanz, Riccardo Minasi (Leitung)
harmonia mundi

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