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Rezension Louis Lortie – Werke von Chopin

Große Bandbreite

Pianist Louis Lortie beschließt mit Cellist Truls Mørck seine Klangreise durch die Klavierwerke von Frédéric Chopin.

vonChristoph Vratz,

Mit dieser achten Folge beschließt Louis Lortie sein Frédéric Chopin-Projekt. Hier hat er den wachen und gesanglich spielenden Cellisten Truls Mørk an seiner Seite. Das Album umspannt Werke von Chopins Jugend bis zur Cellosonate, seinem letzten veröffentlichten Werk. Lortie ist mit Chopins Sprache längst vertraut, virtuoses Spiel scheint ihn nicht an manuelle Grenzen zu führen. Stimmig vor allem seine Übergänge, von Rubati mit künstlichem Aroma kann nicht die Rede sein. Neben dem Rondo op. 1 und den Variationen op. 12 enthält die Aufnahme die je drei Mazurkas op. 50 und op. 56. Lortie schenkt den Nuancen seine ganze Aufmerksamkeit, was sich auch in einer großen Bandbreite an dynamischen Schattierungen zeigt. Vereinzelt scheint eine präzisere Artikulation möglich, doch das kann auch einen anderen Grund haben. Denn klanglich steht die Produktion nicht im besten Licht. Der Flügel wirkt etwas distanziert und wenig differenziert eingefangen.

Chopin: Cellosonate op. 65, Introduction et Polonaise brillante op. 3, Rondeau op. 1, Variations brillantes op. 12 & Mazurken Nr. 30-35

Truls Mørck (Violoncello), Louis Lortie (Klavier)
Chandos

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