Startseite » Rezensionen » Mit großer Intensität

Rezension Ib Hausmann – Messiaen: Quatuor pour la fin du temps

Mit großer Intensität

Klarinettist Ib Hausmann und das Amatis Trio loten tief die Stimmungen in Olivier Messiaens achtsätzigem Kammerwerk aus.

vonEcki Ramón Weber,

Später wurde er zu einem der Ahnväter der Nachkriegsmoderne. Mitten im Zweiten Weltkrieg, unter dem Eindruck von Unrecht, Brutalität und Tod, aber auch in der Hoffnung auf Trost im Glauben, schrieb Olivier Messiaen 1940/41 im Kriegsgefangenenlager bei Görlitz sein Kammerwerk „Quatuor pour la fin du temps“ für Klarinette und Klaviertrio. Äußerst konzentriert gelingen in dieser Neueinspielung dem Klarinettisten Ib Hausmann und dem Amatis Trio die unterschiedlichen musikalischen Interaktionen. Schon während der ersten Minuten dieser Aufnahme vermittelt sich deutlich, wie genau die Beteiligten hier aufeinander hören und reagieren, wie sie dadurch eine große Intensität erreichen. Gleichzeitig profilieren sich alle mit kreativen Soloeinsätzen. Die einzelnen Ausdrucksbreiche und Stimmungen in den acht verschiedenen Sätzen werden tief ausgelotet. Das Ergebnis ist bezwingend.

Ib Hausmann
Ib Hausmann

Messiaen: Quatour pour la fin du temps

Ib Hausmann (Klarinette), Amatis Trio
CAvi

Auch interessant

Rezensionen

Aktuelle Rezensionen

  • „Ohne Geige würde mir die Seele fehlen“
    Interview Joshua Bell

    „Ohne Geige würde mir die Seele fehlen“

    Seit 2011 leitet Joshua Bell die Academy of St Martin in the Fields. Sein Violinspiel liegt in zahlreichen Aufnahmen vor – und in 20 000 digitalen Samples.

Anzeige

Audio der Woche

Gabriel Meyer präsentiert „Before I Knew“

Der Zürcher Pianist Gabriel Meyer veröffentlichte am 19. Dezember 2025 seine zweite Single „Before I Knew“. Das Stück setzt den mit dem Debüt begonnenen Weg fort und ist Teil des Albums „Remember“, das im Mai 2026 erscheint.

Newsletter

Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach: frische Klassik!