Startseite » Rezensionen » Italienische Weihnachten

Rezension Howard Arman – Sizilianische Weihnachtslieder

Italienische Weihnachten

Der Chor des Bayerischen Rundfunks unter Howard Arman sorgt für wohltuende Abwechslung mit Weihnachtsmusik von Respighi, Frontini und Puccini.

vonRoland H. Dippel,

Angesichts der Überflutung mit Weihnachtsprogrammen ist dieses berückend schöne Album eine Besonderheit. Ottorino Respighis „Lauda“ nähern sich mit Respekt und großer Schlichtheit Jacopone de Todis mittelalterlichem Krippenspiel in Versen. Die sensiblen Soli und die Kammerbesetzung aus den Ensembles des Bayerischen Rundfunks vermeiden große Attitüden. Mit weicher Gefasstheit und klaren Linien vermitteln sie die frohe Botschaft des Weihnachtsfestes jenseits von oberflächlichem Klingklang. Mit vergleichbar ehrlicher Devotion und Innigkeit überzeugt Howard Armans Arrangement einer Auswahl von Francesco Paolo Frontinis sizilianischen Weihnachtsliedern. Das ist Musik für stille Abende und sie fasziniert auch, weil beide Zyklen eher unbekannte Facetten italienischer Musik vereinen – mit einem beliebten Weihnachtslied an unerwarteter Stelle: „O sanctissima“ ist eine alte Variante des seit Beginn des 19. Jahrhunderts in Deutschland verbreiteten Hymnus „O du fröhliche“. Puccinis „Canto d’or“ dagegen kennt man in einer anderen Adaption aus seiner lyrischen Komödie „Die Schwalbe“. Dieses schlichte wie raffinierte Kleinod und Nebenwerk krönt 50 Minuten erlesener Vokalmusik.

Sizilianische Weihnachtslieder
Respighi: Lauda per la Natività del Signore, Frontini/Arman: Sizilianische Weihnahchtslieder, Puccini: Sogno d’or, Arman: O sanctissima

Chen Reiss (Sopran), Chor des Bayerischen Rundfunks, Münchner Rundfunkorchester, Howard Arman (Leitung)
BR Klassik

Auch interessant

Rezensionen

Termine

Aktuelle Rezensionen

Anzeige

Audio der Woche

Gabriel Meyer präsentiert „Before I Knew“

Der Zürcher Pianist Gabriel Meyer veröffentlichte am 19. Dezember 2025 seine zweite Single „Before I Knew“. Das Stück setzt den mit dem Debüt begonnenen Weg fort und ist Teil des Albums „Remember“, das im Mai 2026 erscheint.

Newsletter

Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach: frische Klassik!