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Rezension Freiburger Barockorchester – Auf der Jagd nach Romantik

Spürbare Fragilität

Das Freiburger Barockorchester und die Solisten Bart Aerbedydt und Gijs Laceulle stellen mit romantischen Werken das Horn in den Fokus.

vonFrank Armbruster,

Apart fotografierte Pilze zieren das Cover dieser CD, und über die Assoziation „Wald“ ist man auch schon beim Instrument, das hier im Mittelpunkt steht: das (Wald-)Horn. Für die naturliebende Romantik galt es spätestens mit der Erfindung des Ventilhorns 1815 als Symbol. Den steinigen Weg dahin zeigen Bart Aerbedydt und Gijs Laceulle mit Werken aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts von Rosetti bis Beethoven. Denn Töne jenseits der Naturtonreihe ließen sich nur mit der sogenannten Stopftechnik erzeugen, und dass die eine heikle Angelegenheit ist, können auch diese formidablen Virtuosen nicht ganz vergessen machen. Das trübt den Hörgenuss aber keineswegs – im Gegenteil: Gerade die spürbare Fragilität der Tonproduktion ist in Verbindung mit der klanglichen Variabilität der Instrumente von großem Reiz, dazu bietet das feine Spiel des Freiburger Barockorchester den Solisten einen wunderbaren Rückhalt. Eine Platte nicht nur für Hornliebhaber!

Freiburger Barockorchester
Freiburger Barockorchester

Auf der Jagd nach Romantik
Rosetti: Doppelkonzert Es-Dur, W. A. Mozart: Duo KV 496a, L. Mozart: Doppelkonzert Es-Dur, Simrock: Duo op. 2, Beethoven: Sextett op. 81b

Bart Aerebeydt & Gijs Laceulle (Horn), Freiburger Barockorchester, Gottfried von der Goltz (Violine & Leitung)
Aparté

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