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Rezension Finghin Collins – Hommage à Pleyel

Umsichtig

Finghin Collins bringt auf einem Flügel des berühmten französischen Klavierbauers Pleyel Werke von Haydn bis Debussy zum Klingen.

vonChristoph Vratz,

Der irische Pianist Finghin Collins durchschreitet auf seinem Album „Hommage à Pleyel“ einen Weg von der Wiener Klassik bis zum Impressionismus. Dafür hat er einen Flügel aus der Fabrikation Pleyel ausgewählt, gebaut unter der Nummer 977 vor dem Zweiten Weltkrieg. Wir hören zu Beginn eine sehr sensibel gespielte e-Moll-Sonate von Haydn, anschließend zwei Werke des späteren Werkstattgründers Ignaz Pleyel. Chopin hat dessen Instrumente nachweislich geschätzt und gespielt – klangschön deutet Collins die drei Nocturnes op. 9 und einen Walzer, gefolgt von Werken von Joseph O’Kelly, Georges Pfeiffer und Claude Debussy – eine klug geplante Aufnahme mit vielen inneren Bezügen. Collins spielt mit einem intuitiven Gespür für die Klangmöglichkeiten dieses Instruments, sensibel bei der Verteilung der Stimmen ebenso wie beim Einsatz des Pedals. So ist eine umsichtige Klang-Reise entstanden, deren Route man gern folgt.

Hommage à Pleyel
Haydn: Klaviersontate Hob. XVI:34, Pleyel: Rondo Es-Dur & Klaviersonate op. 91, Chopin: Nocturnes op. 9 & Walzer a-Moll, O’Kelly: Au Bord de la mer & Mazurka op 48, Pfeiffer: Mazurka de Salon Nr. 4 & Nocturne op. 36, Debussy: Hommage à Haydn & L’Isle joyeuse

Finghin Collins (Klavier)
Claves

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