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Rezension Andrés Gabetta – From Venice to Buenos Aires

Neue Dialoge

Das von Andrés Gabetta angeführte Gabetta Consort zeigt neue Verbindungen zwischen Vivaldi, Piazzolla und deren Zeitgenossen auf.

vonEcki Ramón Weber,

Vivaldis „Cuatro staggioni“ mit den „Quatro estaciones porteñas“ von Astor Piazzolla zu kombinieren, ist ja geradezu schon zum Klischee geraten. Zahlreiche Ensembles haben das gemacht. Andrés Gabetta, sein Gabetta Consort und Gäste beschreiten einen neuen Weg. Sie halten sich nicht an den äußeren Formen auf, die sich vordergründig aufdrängen, sondern suchen Verbindungslinien in den Ausdruckswelten zwischen Piazzolla und Vivaldi. Zudem beleuchten sie einige von deren Zeitgenossen. Was in all diesen unterschiedlichen Stücken des Albums beeindruckt: Die Prägnanz, das Pulsieren, das Temperament, der zugespitzte Ausdruck, die treibende MotoWas bei den barocken Werken die differenzierte Terrassendynamik ist und die chorische Instrumentation, findet bei den Tango-Nuevo-Stücken in vielfältigen Schattierungen Entsprechungen. In allen beiden Epochen und Stilen überzeugen die Mitwirkenden voll und ganz.

From Venice to Buenos Aires
Werke von Vivaldi, Piazzolla, Salvadori, Bononcini & Vinci

Veronica Cangemi (Sopran), Mario Stefano Pietrodarchi (Bandoneon & Akkordeon), Andrés Gabetta (Violine & Leitung), Gabett Consort
Pentatone

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