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Rezension Alexandre Desplat – Paris – Hollywood

Bilder für die Ohren

Oscarpreisträger Alexandre Desplat führt das Orchestre de Paris durch Höhepunkte seines filmmusikalischen Schaffens.

vonFrank Armbruster,

Filmmusik kann auch als Konzertmusik funktionieren, vorausgesetzt, sie besitzt, wie etwa bei Großmeister John Williams, eine quasi-sinfonische, innere Dramaturgie, die den Verzicht auf die visuelle Ebene ermöglicht. Oder sie ist, wie bei Alexandre Desplat, klanglich derart raffiniert gemacht, dass sie allein durch ihre atmosphärische Tiefe in der Lage ist, den Hörer auch ohne Filmspur zu fesseln. Musiken aus berühmten Filmen wie „The Grand Budapest Hotel“ oder „Godzilla“ finden sich auf diesem Live-Mitschnitt zweier Konzerte in der Pariser Philharmonie, die der Oscarpreisträger Desplat selber dirigiert hat. Das Orchestre de Paris realisiert dabei Desplats fein gewirkte Texturen brillant – wobei gleichwohl auffällt, dass es längeren Stücken wie „The Imitation Game“ oder der Suite aus „Harry Potter and the Deathly Hallows“ trotz aller instrumentaler Farbenpracht etwas an Kohärenz mangelt.

Paris – Hollywood

Orchestre de Paris, Alexandre Desplat (Leitung)
Warner Classics

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