Die Stille

CD-Rezension Pittsburgh Symphony Orchestra

Die Stil­le

Trotz Honecks langsamer Interpretation hält das Publikum bei der Aufnahme die Stille und trägt zum Klang bei

Die größ­te Leis­tung voll­bringt das Publi­kum von Pitts­burgh: Es ist in die­ser Live-Auf­nah­me fast über­haupt nicht zu hören, was ange­sichts des über wei­te Stre­cken vor­herr­schen­den Pia­nis­si­mo beson­ders ver­dienst­voll ist. Mahlers Drit­ter bekommt die ver­hal­te­ne Dar­stel­lung sehr gut; zwar las­sen sich auch auf die­se Art die hor­ren­den Bana­li­tä­ten des Wer­kes nicht til­gen, aber die extre­me Stil­le gibt ihm doch eine Aura des Außer­ge­wöhn­li­chen. Begreif­lich, dass Hon­eck vor allem das lang­sa­me Fina­le aus­kos­tet und mit 25 Minu­ten eine der längs­ten Inter­pre­ta­tio­nen vor­legt. Nach­teil die­ser Ästhe­tik: Das Blech klingt zu schmal und ein­di­men­sio­nal.

Mahler: Sinfonie Nr. 3
Michelle de Young (Mezzo)
Pittsburgh Symphony Orchestra
Manfred Honeck (Leitung)
Exton

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