Russischer Romantiker

CD-Rezension Nikolai Tokarev

Rus­si­scher Roman­ti­ker

Unbedingt hörenswert: Auf seiner neuen CD vereint Nikolai Tokarev Werke von Scarlatti, Liszt, Chopin, Skrjabin, Scarlatti und Rosenblatt

Man soll ja nicht ver­glei­chen. Aber bei einer „Homage to Horo­witz“ ist es ver­lo­ckend, es doch zu tun. Vie­le Para­de­stü­cke sei­nes gro­ßen Vor­bilds hat der 30-jäh­ri­ge rus­si­sche Pia­nist Niko­lai Toka­rew auf die­sem Album ver­eint: Liszts Figa­ro-Fan­ta­sie, drei Mazur­kas von Cho­pin und die Etü­den op. Nr. 1 und op. 8 Nr. 12 von Skrja­bin. Wo Horo­witz mar­kant phra­siert und dyna­misch bis zum Äußers­ten geht, bevor­zugt Toka­rew einen homo­ge­ne­ren Klang. Flie­ßen­der, vor­wärts­drän­gen­der gestal­tet er sein Spiel, zuwei­len auch auf Kos­ten der Nach­hal­tig­keit inter­es­san­ter Zwi­schen­tö­ne. Trotz­dem ist das Album unbe­dingt hörens­wert. Die Sona­ten von Scar­lat­ti und Cima­ro­sa atmen in Tokarevs fein­glied­ri­ger Aus­füh­rung kan­ta­ble Leich­tig­keit und Alex­an­der Rosen­blatts ange­jazz­te Liszt-Fan­ta­sie lässt die­sen geschmack­vol­len Cock­tail mit Stü­cken im Bann­kreis der rus­si­schen Kla­vier­schu­le am Ende noch ein­mal rich­tig auf­schäu­men.

Scarlatti: Klaviersonaten
Cimarosa: Klaviersonaten
Liszt: Fantasie über zwei Themen aus Mozarts „Le nozze di Figaro“
Chopin: Mazurken
Scriabin: Etüden
Rosenblatt: Rhapsodie „Liszt-Fantasie“

Nikolai Tokarev (Klavier)
Sony Classical

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