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CD-Rezension Hansjörg Albrecht

Blick von der Orgelempore

Händels Oratorium Saul in mehreren Arrangements für Orgel und Orchester und weitere Londoner Hits

vonEcki Ramón Weber,

Als seine italienischen Opern in London nicht mehr florierten, verlegte sich Händel bekanntlich auf Oratorien. Die hat er massig besetzt und prunkvoll ausgestaltet, auch indem er Orgelwerke als weiteren Farbreiz einsetzte. Dies brachte Hansjörg Albrecht, Organist und Leiter des Münchener Bach-Orchesters, auf die Idee, Arrangements aus Händels Oratorium Saul für Orgel und Orchester zu erstellen. Schwungvoll und federnd, plastisch und differenziert mit kräftigem Zug wird da musiziert. Das Orchester ist wendig, die Orgel virtuos. Mitunter ergeben sich ungewöhnliche Farbmischungen und Kontraste, etwa spanende Analogien zwischen den Orchestergruppen und den entsprechenden Orgel-Registern. Es passiert aber auch, dass stellenweise effektheischend übers Ziel geschossen wird. Andererseits gibt es dann wieder sehr anrührende intime Stellen. Insgesamt eine erfrischend eigenwillige Beleuchtung von Händels Musik.

Händel/Albrecht: Arrival of the Queen of Sheba aus „Salomon“, Concerto C-Dur aus: „Saul“, Music for the Royal Fireworks
Martin Schmeding (Orgel), Münchener Bach-Orchester, Hansjörg Albrecht (Leitung & Orgel)
Oehms Classics

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