Herbert von Karajan zählt zu den prägendsten Dirigenten des 20. Jahrhunderts: ein Klangvisionär mit enormem Einfluss, rund 300 Millionen verkauften Tonträgern und einer ästhetischen Handschrift, die bis heute nachwirkt. Doch kaum eine Künstlerbiografie ist so umstritten wie seine Rolle im Nationalsozialismus. War Karajan ein unpolitischer Musiker, ein opportunistischer Mitläufer oder ein Profiteur des Regimes? Öffentliche Debatten, zuletzt die Entfernung einer Karajan-Büste in Aachen, zeigen, wie bruchstückhaft und emotional diese Fragen bis heute verhandelt werden.
Mit Genie und Gewissen legt Michael Wolffsohn erstmals eine umfassende, quellenbasierte Neubewertung vor. Auf Grundlage internationaler Archivarbeit und teils bislang unerschlossener Dokumente korrigiert er verbreitete Annahmen über Karajans Nähe zum NS-Regime. Das Buch ordnet Leben und Handeln des Stardirigenten historisch ein – differenziert, nüchtern und ohne vorschnelle moralische Kurzschlüsse. So entsteht ein Gesamtbild, das Karajans Bedeutung für die Musik ebenso ernst nimmt wie die politischen und gesellschaftlichen Kontexte seiner Zeit.
concerti verlost 5 Exemplare von Michael Wolffsohns „Genie und Gewissen – Herbert von Karajan zwischen Musik und Nationalsozialismus“, 2026 erschienen bei Herder.
Der Autor Michael Wolffsohn, renommierter Historiker und Bestsellerautor, verbindet musikhistorische Detailkenntnis mit zeithistorischer Analyse. Seine Studie bewegt sich souverän im Spannungsfeld von Musik, Macht und Moral und eröffnet einen klaren Blick auf eine der komplexesten Künstlerfiguren des 20. Jahrhunderts – jenseits von Legendenbildung und pauschaler Verurteilung.
Genie und Gewissen
Michael Wolffsohn
Herder Verlag
368 Seiten
26 Euro
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Buch-Verlosung: Michael Wolffsohn – Genie und Gewissen
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