Noch immer führt Antonio Vivaldi in der sonst so entdeckungsfreudigen Barockopernszene ein Nischendasein. Dabei stehen die Bühnenwerke des Venezianers der melodischen Raffinesse seiner Konzerte in nichts nach, wie Regisseurin Mathilda du Tillieul McNicol an der Oper Wuppertal nun mit „Griselda“ unter Beweis stellt. Dafür wählt sie ein komplexes, bisweilen labyrinthisches Werk. Im Mittelpunkt steht die titelgebende Königin, die sich aufgrund niederer Herkunft rechtfertigen muss. Vom Volk verschmäht, wird sie öffentlicher Prüfungen unterzogen, um dessen Achtung zu gewinnen: Man entreißt ihr die Kinder, verbannt sie sogar. Am Ende bleibt ihr allein die unerschütterliche Treue als Rettung.
Vivaldi: Griselda
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