Mit Elfrida Andrées einziger Oper „Die Fritjof-Saga“ erlebt das Aalto Musiktheater Essen eine szenische Uraufführung der besonderen Art. 1894 bei einem Wettbewerb zur Eröffnung des neuen königlichen Opernhauses in Stockholm beworben, blieb dem Werk seine zeitgenössische Aufführung zu Unrecht verwehrt. Die Komponistin, als Künstlerin, Intellektuelle und Domorganistin in Göteborg längst anerkannt, vertonte die altnordische Sage um die Liebe zwischen dem Wikinger Fritjof und der Königstochter Ingeborg, die an Machtinteressen, Verrat und politischen Bündnissen zu zerbrechen droht. Ingeborg wird gegen ihren Willen dem feindlichen König Ring versprochen, während Fritjof ins Exil geschickt wird. Bei seiner Rückkehr eskaliert der Konflikt, doch das Wiedersehen führt zu einer weisen Entscheidung, die jede Gewalt ausschließt. Das Libretto stammt von der Autorin Selma Lagerlöf, berühmt für ihren „Nils Holgersson“. Regisseurin Anika Rutkofsky schärft die ungewöhnlich weibliche Perspektive der Geschichte, was sicherlich ganz im Sinne der Frauenrechtlerin Andrée gewesen wäre. Die musikalische Leitung liegt bei Wolfram-Maria Märtig.
Andrée: Die Fritjof-Saga (szenisch)
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„Da habe ich gemerkt: Elsa, du musst noch viel lernen!“
Elsa Dreisig hört und kommentiert Aufnahmen von Kollegen, ohne dass sie weiß, wer singt.
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