Aus einer mittelalterlichen Burg hervorgegangen, entwickelte sich das Kieler Schloss ab der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts zur Nebenresidenz der Herzöge von Schleswig-Holstein-Gottorf. Im 19. Jahrhundert erlebte der Bau eine wechselvolle Nutzung – von der Landesversammlung über Lazarett und militärisches Hauptquartier bis 1918 auch als Wohnsitz Prinz Heinrichs von Preußen. Nach der nahezu vollständigen Zerstörung durch Luftangriffe im Jahr 1944 wurde das Areal in den 1960er-Jahren durch moderne An- und Neubauten neu gefasst, darunter ein Konzertsaal sowie ein Regionalstudio des NDR, die bis heute die kulturelle Prägung des Hauses bestimmen.
Umfangreiche Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten begannen 2019 und konnten Ende 2025 abgeschlossen werden. Der Konzertsaal des Kieler Schlosses ist die Heimatspielstätte des Philharmonisches Orchester Kiel, das nach über fünf Jahren in der Interimsspielstätte Wunderino Arena Anfang Januar 2026 an seinen angestammten Ort zurückkehrt. Heute finden im Schlosskomplex jährlich rund 300 Veranstaltungen mit bis zu 200.000 Besucherinnen und Besuchern statt.

