Vesselina Kasarova hat mit französischen Partien, Händel, Mozart und Rossini eine Weltkarriere gemacht. Mit „Russian Arias“ erschließt sich die bulgarische Mezzosopranistin nun ein neues Repertoire, das hervorragend zu ihrer Stimme und der Art ihres Singens zu passen scheint. Kasarova singt die romantischen Mezzo-Arien schlank, mit wenig Vibrato, fantastisch verblendeten Registern, der nötigen Durchschlagskraft und, unabdingbar in diesem Repertoire, großem epischen Atem. Faszinierend ist die Fähigkeit der Sängerin für jedes Stück, für jede Figur eine eigene Charakterfarbe zu finden. Der Höhepunkt sind, neben der düster-wilden Koketterie von Mussorgskys Marina, die Auszüge aus Pique Dame: Polinas trotziger Wehmut folgt die majestätisch grau eingefärbte Gräfin. Selbst ihre Manier des überlauten Einatmens hat Kasarova über weite Strecken des auch orchestral geschmackvoll begleiteten Recitals im Griff.
CD-Rezension Vesselina Kasarova
Schlank und farbenreich
Die Mezzosopranistin singt schlank, mit fantastisch verblendeten Registern und der nötigen Durchschlagskraft
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„Ohne Geige würde mir die Seele fehlen“
Seit 2011 leitet Joshua Bell die Academy of St Martin in the Fields. Sein Violinspiel liegt in zahlreichen Aufnahmen vor – und in 20 000 digitalen Samples.
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