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CD-Rezension Tai Murray

Born in the USA

Tai Murray versammelt Werke von vier US-Komponisten des 20. Jahrhunderts, konturiert markant die Personalstile – und nimmt charmant die Angst vor Neuer Musik

vonEcki Ramón Weber,

Die junge Violinistin Tai Murray, seit einiger Zeit Wahlberlinerin, widmet sich auf ihrer aktuellen CD der Tradition ihrer Heimat USA und versammelt die 4 „Cs“ der US-Musikgeschichte – Copland, Carter, Cage und Corigliano.  Das gelingt ihr so anregend und überzeugend in der jeweiligen persönlichen Handschrift der Komponisten, dass es eine wahre Freude ist, sie auf dieser Reise durch das 20. Jahrhundert zu begleiten: Mit Folkloreeinflüssen, elegant und voller Wärme bei Aaron Copland, expressiv bei dem neutönenden Ausdrucksmusiker Elliott Carter, wagemutig und lässig entsubjektiviert beim experimentellen John Cage und mit klarer Haltung beim Retro-Stilmix eines John Corigliano. Murray und ihr Begleiter Ashley Wass scheinen sich im Studio hörbar inspiriert zu haben. Eine Aufnahme, der man auch nach mehrmaligem Hören immer wieder etwas abgewinnt. Selbst für Neue-Musik-Phobiker geeignet.

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